Warum tragen wir eine Tracht und keine Uniform?

In der Zeit der Freiheitskämpfe von 1800 bis 1809 war es üblich, dem Feind als Zeichen des Respekts in seiner besten Kleidung gegenüberzutreten. Die Uniformen der regulären Armeen waren daher aufwendig gefertigt und mussten stets sauber und gepflegt sein. Unterschiedliche Farben und Abzeichen erleichterten zudem die Unterscheidung zwischen Freund und Feind.

 

Unsere Vorfahren zogen hingegen in ihrer Pinzgauer Sonntagstracht ins Feld, denn sie war das Wertvollste und Beste, was ihnen an Kleidung zur Verfügung stand. Ein einheitliches Erscheinungsbild spielte dabei wohl eine untergeordnete Rolle, da man die eigenen Leute innerhalb der Gemeinschaft ohnehin gut erkennen konnte.

 

Als die einzelnen Schützenkompanien später wiedergegründet wurden, orientierte man sich bewusst an diesem Abschnitt der Schützengeschichte. Dabei entwickelte jede Kompanie ihre eigene Ausprägung der Pinzgauer Tracht und legte zugleich Wert auf ein geschlossenes Erscheinungsbild. So entstand auch die heute übliche Kombination aus Pinzgauer Dirndl, Schützenjacke und Schützenhut für die Marketenderinnen.

Markenzeichen unserer Kompanie ist der braune Janker mit rotem Leiberl, blaue Stutzen und ein Adlerflaum als Hutschmuck. Das schwarze Mascherl wird zum Gedenken an unsere verstorbenen Kameraden getragen. 

Unsere Marketenderinnen tragen eine blaue Schürze zum Pinzgauer Dirndl, sowie ein einheitliches Seidentuch.

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© Historische Schützenkompanie Saalfelden